Travel Diary: Marokko

Bevor auch bei uns der Frühling definitiv einkehrt, möchte ich euch noch von meinem sommerlichen Winterurlaub Ende Januar in Marokko berichten. Für mich war es nicht nur der erste Besuch in Marokko, sondern auch der erste Besuch auf dem afrikanischen Kontinent überhaupt. Heute möchte ich euch einladen mit mir meine Marokko-Reise Revue passieren zu lassen: Viel Spass mit meinem Travel Diary!

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Den Grossteil unserer Reise verbrachten wir im Surfer-Städtchen Taghazout, welches circa drei Stunden Autofahrt von Marrakesch entfernt liegt. Da wir unsere Reise nicht gestresst anfangen wollten und bereits im Vorfeld von den waghalsigen marokkanischen Autofahrern gehört haben, entschieden wir uns ein Taxi zu nehmen. Doch weit gefehlt: so steckten wir nicht nur zeitweise im Stau, weil ein total überladener Gemüsewagen, gezogen von einem nicht ganz so den Temporegelungen gewillten Esel die Kreuzung passierte und einfach Mal in Mitten der Strasse ein kleines Päuschen einlegte, nein, ebenfalls stellte sich heraus, dass auch unser Taxifahrer den uns Europäern lieben Verkehrsregeln nicht so positiv gestimmt war. So unterhielt er uns bestens mit einem, gefühlt zehn Stunden lang dauerten Telefonat in arabisch und entschloss sich dann kurz vor dem Ziel, dass seine Fahrerschicht wohl zu Ende sei. Was das für uns hiess? Jap genau, Taxi hält an, Fahrer ruft jemandem etwas (für uns unverständliches) zu, Taxifahrer steigt (natürlich wortlos) aus, neuer Taxifahrer steigt ein. Etwas verdutzt schauten mein Freund und ich uns an und fragten uns was gerade geschehen ist. Scheinbar hatten wir jetzt einen neuen Taxifahrer. Alright.

In Taghazout selbst wohnten wir in einem Airbnb-Appartement, welches mit Meerblick und einer sonnigen Dachterrasse auftrumpfte und so konnte ich die Zeit zwischen den Surfessions mit Lesen, Entspannen und Sonnen verbringen.

Und wenn wir schon beim Surfen sind: Surftechnisch hat die marokkanische Atlantikküste einiges zu bieten. So finden sich nördlich und südlich von Taghazout zahlreiche Surfspots, bei denen alle Level von Surfer bestens bedient sind. Für Surfanfänger (wie mich) sind die Wellen von „Panoramas“ ideal, da sie bei allen Tides gesurft werden können. Wer gerne grössere Wellen mag (wie mein Freund) und auf der Suche nach einem Barrel ist (ebenfalls wie mein Freund), sollte die Strände „La Source“, „Killers“ und „Boilers“ umbedingt besuchen. Und das beste am Surfgirlfriend-Sein: die atemberaubenden marokkanischen Sonnenuntergänge, die man bei den allabendlichen Sunset-Sessions bewundern kann.

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Die Gegend rund um Agadir und Taghazout ist von einer kargen und trockenen Landschaft und zahlreichen Oliven- und Arganbäumen geprägt. Fährt man aber 45 Minuten ins innere des Landes, bietet sich einem ein ganz anderes Bild. Das „Paradise Valley“ begeistert mit kleinen Seen, Flussläufen und Wasserfällen und meterhohen Palmen, welche man bei einem schönen Spaziergang zum Ende des Tals entdecken kann.

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Am vorletzten Tag unserer Reise machten wir uns in aller Früh auf den Weg nach Marrakesch, wo wir im wunderschönen Riad Azzar wohnten. Dieses liegt direkt in der Medina, gut versteckt in den labyrinthartigen Souks und der Weg dahin führt durch zahlreiche kleine, verwinkelte, tunnelartige dunkle Gässchen. Angekommen, eröffnete sich uns hinter der schweren Holztür das Paradies. Das Riad Azzar begeistert mit einem wunderschönen Pool, oasenartigen Palmen und einer sonnigen Dachterrasse. Die sechs Zimmer sind alle traditionell und bis ins letzte Detail liebevoll marrokanisch eingerichtet und bezaubern mit einem wunderbaren Raumduft („Les Sens de Marrakech“), welchen ich mir umbedingt noch für den Sommer zulegen muss. Da wir nur einige Stunden in Marrakesch hatten, genossen wir ausgiebig die Einrichtungen in unserem Riad und erkundeten die Gegend um den Djemaa el Fna und die kleinen Souks. Dieser Teil von Marrakesch ist sehr touristisch und überall finden sich Geschichtenerzähler, Schlangenbeschwörer und teils sehr aufdringliche Händler. Vom Besitzer des Riads erhielten wir den Tipp, dass der grosse Marktplatz gegen Abend nicht mehr so busy ist und keine Schlangen, Affen und Co. mehr anzutreffen sind, was mir mit meiner panischen Schlangenphobie gerade recht kam.PhototasticCollage-2016-03-21-16-59-45

Nebst dem schönen und sonnigen Wetter und den warmen Temperaturen die mir positiv in Erinnerung bleiben, habe ich weniger positive Gedanken daran, wie schockiert ich war, über die fast unendlich scheinenden Abfallberge in den Aussengebieten von Marrakesch.  Nicht nur dort, sondern auch an den Stränden von Taghazout und selbst im Paradise Valley wurde das Bild von liegengelassenem Müll geprägt. Dieser Umgang mit der Natur hat mich nicht nur schockiert, sondern auch nachdenklich und traurig gestimmt. Dennoch hatte ich eine tolle Zeit mit meinen Freunden, konnte Fortschritte im Surfen machen und eine neue, spannende Kultur kennenlernen.

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