VISUAL DIARY – Die Basler Fasnacht

Während die Schweiz, Europa und die ganze Welt lediglich vier Jahreszeiten kennen, gibt es in Basel deren fünf. Eine fünfte Jahreszeit die zwar nur drei kurze Tage dauert, für die Mehrheit der Bewohner der Stadt aber wohl die „drey scheenste Dääg“ des Jahres sind – die Rede ist von der Basler Fasnacht. Diese ist nicht nur mit Abstand die grösste Fasnacht der Schweiz, sondern auch, aus nicht objektiver Sicht, die Schönste.
Heute möchte ich euch gerne einen Einblick in die Basler Fasnacht geben – und zwar durch das Objektiv meiner Kamera. Sowohl am Montag und am Mittwoch habe ich die Waggis-Clique meines Freundes, welcher aktiver und begeisterter Fasnächtler ist, begleitet und dabei sind rund um das Treiben in den Strassen und Gassen der Basler Altstadt schöne und farbenfrohe Eindrücke entstanden. Viel Spass damit – und für die, die die Stadt gerne einmal an den „drey scheenste Dääg“ besuchen wollen, finden sich weiter unten im Beitrag noch einige hilfreiche Tipps!

Auf dem Bild zu sehen ist ein typischer Waggis mit einer typischen Waggis-Larve. Der Waggis hat weiss-schwarze Haare, eine lange leicht gekrümmte Nase und ein grosses Gebiss. In der Hand hält er gelbe Mimosen, welche an die Besucher der Basler Fasnacht verteilt werden.

Zu sehen sind Musiker aus einer Guggemusig an der Basler Fasnacht. Die Musiker tragen Kostüme und Larven mit langen, orangen Haaren.

Auf dem Bild zu sehen sind kostümierte Fasnächtler. im Vordergrund befindet sich ein Geist mit Sichel, im Hintergrund Höllenhunde in schicken Anzügen.

Zu sehen auf dem Bild sind Menschen mit bunten Regenschirmen, im Hintergrund der Blick auf die Grossbasler Altstadt.

Das Bild zeigt eine für die Basler Fasnacht typische Laterne, welche bemalt ist und mit Sprüchen beschrieben ist. Die rote Laterne erinnert an einen chinesischen Tempel.

Facts, Facts, Facts (und einige Tipps für die Basler Fasnacht):
  • Die Basler Fasnacht beginnt jeweils am Montag um 4 Uhr morgens mit dem „Morgestraich“ und endet genau 72h Stunden später am Donnerstag um 4 Uhr mit dem „Ändstraich“. Am „Morgestraich“ werden pünktlich um 4 Uhr die Lichter in der ganzen Stadt gelöscht und die Gassen werden von den rhythmischen Klängen der Piccolos und Trommeln erfüllt. Eine Tolle Sicht auf den Morgestraich erlebt ihr übrigens am Spalenberg.
  • Am  Montag und am Mittwoch findet jeweils ab 13:30 Uhr ein Cortège (Umzug) statt – bei diesem ziehen die Tambouren, Pfeiffer, Waggis-Cliquen und Guggenmusiken entlang einer bestimmten Route durch die Strassen von Gross- und Kleinbasel.
  • Nach dem Cortège wird beim „Gässle“ die Grossbasler Altstadt mit ihren verwinkelten Gässchen erkundet. Dabei geniesst man das bunte Treiben an verschiedensten Plätzen und mit ein bisschen Glück findet man sogar einen Platz in einem der beliebten Kellern der alten Basler Häuser, welche jeweils zur Fasnacht ihre Türen öffnen und die Gäste mit leckerem Essen versorgen.
  • Auch kulinarisch hat die Basler Fasnacht so einiges zu bieten. Die typische Verpflegung während der „drey scheenste Dääg“ sind Mehlsuppe, Zwiebel- und Käsewähe.
  • Ein bisschen Terminologie: In Basel heissen Konfetti „Räppli“, Masken sind „Larven“ und die Verkleidung nennt sich „Kostüm“.
  • Kostümiert sind in Basel übrigens nur aktive Teilnehmer der Fasnacht – und Kinder.
  • Geschminkte Gesichter, Pappnasen, laute Partymusik und übrigens auch übermässiges betrunken sein sind an der Basler Fasnacht verpönt.
  • Um in den vollen Genuss der Fasnacht zu kommen, tragen die Zuschauer jeweils ein „Blagedde“. Mit dem Kauf einer solchen werden die aktiven Fasnächtler nicht nur finanziell unterstützt, im Gegenzug dafür, erhält man von den Waggis Rosen, Mimöschen, allerlei Gemüse und Bonbons.

Auf dem Bild zu sehen sind bunte Bonbons, welche an der Fasnacht von den Waggis an die Zuschauer verteilt werden.

Das Bild zeigt eine, am Strassenrand abgestellte, Trommel, welche von begeisterten Tambouren an der Basler Fasnacht gespielt wird.

Auf dem Bild zu sehen sind mehrere Waggis. Im Vordergrund tanzen silber-glänzende Konfetti im Wind.

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2 Gedanken zu “VISUAL DIARY – Die Basler Fasnacht

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